Weihnachtswünsche der Frauen

Weihnachtswichtel für die HiKiDra

Das Weihnachtsfest ist in diesem Jahr für uns alle mit großen Einschränkungen verbunden. Für die Feiertage gilt es abzuwägen, welche Familienmitglieder sich wo treffen können. Das Fest der Freude und der Hoffnung ist plötzlich zum Risiko geworden und wir alle müssen Entscheidungen treffen, deren Folgen wir kaum abwägen können. Doch nicht nur der familiäre Bereich ist von der Pandemie betroffen, alljährliche Veranstaltungen, die die Adventszeit prägten, wie die Weihnachtsfeier mit der Fußballmannschaft, wurden als allererstes abgesagt. Wenn aufgrund der Pandemie das wöchentliche Fußballtraining ausfällt, ist es eine Herausforderung, das Gleichgewicht von Plätzchen auf der einen Seite und Bewegung auf der anderen nicht ins Kippen zu bringen, insbesondere dann, wenn es an manchen Tagen nicht einmal richtig hell wird. Doch es geht nicht allein um den sportlichen Ausgleich: Die Aussicht, die Mannschaftskameradinnen möglicherweise weitere Wochen oder gar Monate nicht zu Gesicht zu bekommen und stattdessen alleine Runden im Park drehen zu müssen, kann schon aufs Gemüt drücken.

Es könnte das Gefühl entstehen, dass man dieses Jahr statt auf die Erfüllung der Wünsche zu hoffen, weit eher hoffen muss, dass nicht die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Bei all dem soll aber nicht vergessen werden, dass es auch in dieser Zeit sehr viele Wünsche gibt – von Menschen, die noch ganz andere Sorgen haben als den allgemeinen Corona-Blues, der uns alle erfasst hat, Wünsche, die ohne Weiteres erfüllt werden können, wenn wir uns nur die Mühe machen, sie zu erfahren.

Die HiKiDra, Hilfen für Kinder Drogenabhängiger, ein Projekt des Diako Suchthilfezentrums Kiel, versucht jedes Jahr den betreuten Kindern, deren Eltern oft in ihrer aktuellen Situation nicht in der Lage sind, die Feiertage entsprechend zu gestalten, ihre persönlichen Weihnachtswünsche zu erfüllen. Damit auch wirklich alle Wünsche erfüllt werden können, haben wir ein bisschen mitgeholfen und als Mannschaft für die noch offenen Wunschzettel von diesem Jahr Weihnachtswichtel gespielt.

Lasst uns nicht vergessen, dass es an Weihnachten doch eigentlich um mehr geht als um die immer gleichen Bräuche (so wichtig diese auch für uns sein mögen). Lasst uns alle wieder ein bisschen mehr über die eigene Balkonbrüstung schauen. Lasst uns bei all den eigenen Sorgen nicht vergessen, dass wir anderen Menschen eine Freude machen können.

Frohe Weihnachten!

Schwentinenderby

Sonntag, 25.10.2020 TSV Klausdorf – SVE Comet

Aufstellung:

Tor: Tatjana

Abwehr: Krissi, Mimi, Alix, Lara

Mittelfeld: Theresa, Michi, Gülperi, Jule, Ilka

Sturm: Maike

Bank: Maryam, Celina, Franzi, Dana, Lisa

Nach der langen Herbstferienpause trafen wir an diesem herbstlichen Sonntag auf dem Kunstrasenplatz auf das starke zweite Team des TSV Klausdorf. Wie immer taten wir uns auf dem ungewohnten Untergrund in den ersten Minuten schwer, was der TSVK gut zu nutzen wusste. Bereits in der achten Minute übertölpelten sie uns bei einem Freistoß aus guter Entfernung. Während wir uns noch sortierten, ging der Ball bereits unhaltbar in das obere rechte Eck. Auch in den folgenden Minuten hatten wir noch erkennbare Schwierigkeiten, den nassen Ball zu kontrollieren und richtig einzuschätzen, da er auf den Plastikstoppeln extrem schnell werden konnte. In dieser Unsicherheit führte ein individueller Fehler in der Verteidigung unglücklich zum 2:0 für die Schwentinentaler in der 16. Minute. Ärgerlich, denn von nun an wurden wir zunehmend stärker und kamen immer öfter in guter Schussposition vor das Klausdorfer Tor. Die besten Chancen hatten Illi mit einem Lattentreffer und Theresa bei einem Nachschuss nach einer Ecke. Leider konnten wir an Effizienz jedoch nicht mit den Klausdorferinnen mithalten. Immer wieder scheiterten wir an der selbstsicheren Torhüterin.

Auch über den größeren Teil der zweiten Halbzeit dominierten wir das Spiel. Insbesondere Maryam, die für Lara auf die rechte Außenverteidigerposition kam, beeindruckte mit ihrer Durchsetzungskraft gegen ihre fast zwei Köpfe größere Gegenspielerin. Gegen Ende der zweiten Hälfte verloren wir im Zuge einiger Wechsel jedoch ein bisschen die Kreativität nach vorne und auch in der Defensive taten sich nach der Auflösung der Viererkette (Mimi rückte vor) Zuordnungsprobleme auf. Wir schienen den Glauben an einen Anschlusstreffer und oder gar einen Ausgleich zunehmend zu verlieren. Der TSVK konnte in der 80. Minute nach einer weiteren Standardsituation mit dem 3:0 den Deckel auf das Spiel machen. So deutlich, wie das Ergebnis es nahezulegen scheint, war der spielerische Unterschied zwischen uns und dem Tabellenersten jedoch nicht. Dennoch müssen wir weiter hart an unserer Durchschlagskraft arbeiten, damit wir in Zukunft dazu in der Lage sind, einzelne Fehler oder Unaufmerksamkeiten wieder auszubügeln.

Wiedergutmachung

27.09.2020 SVE Comet Kiel – NDTSV Holsatia Kiel

Nach dem Debakel am letzten Sonntag gegen den PTSK waren wir an diesem Spieltag die einzige Mannschaft aus dem Seniorenbereich des SVE Comet, die drei Punkte einfahren konnte. Obwohl der Sieg gegen den NDTSV Holsatia zu erwarten war, war das 10:1 vor der Herbstferienpause (zu der die Frauenkreisliga unverständlicherweise schon wieder gezwungen wird) für die Stimmung sehr wichtig. Aufwärmen konnten wir uns nach den 90 Minuten im herbstlichen Nieselregen bei heißer Gulaschsuppe, zu der Achim und Martina uns im Vereinsheim als Dank für die Unterstützung während der Lockdown-Zeit eingeladen hatten. Vielen Dank dafür!

Aufstellung:

Tor: Lynsche

Abwehr: Krissi, Alix, Lisa, Lara

Mittelfeld: Ilka, Theresa, Michi, Celina

Sturm: Jule, Merve

Bank: Maike, Dana, Maryam, Meri, Tatjana

Die Mädels vom NDTSV machten es uns an diesem Sonntag denkbar einfach. Wir konnten fast jeden ihrer Bälle abfangen und gewannen beinahe jeden Zweikampf. Mit der Einstellung der letzten Woche wäre das so nicht möglich gewesen und man spürte eine allgemeine Erleichterung, als mit Jules 1:0 in der sechsten Minute der Bann gebrochen war. Nun konnten wir aufspielen. Wenige Minuten später machte Jule bereits das 2:0. Es dauerte nicht lange, da folgte ein Eigentor des NDTSV. Michi folgte der Anweisung, von weiter weg zu schießen, und schon klingelte es zum 4:0. Alix und Lisa wurde in der Innenverteidigung zunehmend langweilig, sodass Lisa immer öfter Vorstöße nach vorne machte, während Theresa für sie absicherte, was in der 31. Minute im 5:0 durch Lisa resultierte. Das 6:0 erfolgte durch Michi, beim 7:0 bediente sich wieder Jule (44. Minute). Eigentlich hätte der Halbzeitstand jedoch noch viel höher ausfallen müssen. Ein Tor (von Krissi) wurde uns schlichtweg aberkannt, da der Ball angeblich nicht hinter der Linie gewesen sei. Zudem erschwerte die etwas eigenwillige Interpretation der Abseitsregeln durch den Schiedsrichter zur großen Frustration von Illi und Jule die Ausführung unserer eingeübten Spielzüge. Etwas kurios war allerdings die Aktion von Merve, die es zu gut meinte und Illis gut platzierten Schuss noch extra ins Tor schieben wollte, womit sie den Ball allerdings ablenkte und den Gegnern eine noch größere Schmach ersparte.

In der zweiten Hälfte lief Maike nach langer Verletzungspause wieder im Sturm auf. Überhaupt befanden wir uns mit der deutlichen Führung in einer bequemen Situation, um zu wechseln, sodass wir später die linke Seite austauschen konnten: Für Lara und Celina kamen Maryam und Dana. Gegen Schluss gönnte Lisa sich ein Päuschen und Meri bekam ihre ersten Punktspielminuten. Die zweite Hälfte begann dennoch wie die erste aufgehört hatte: mit einem Tor von Jule (48. Minute). Der nächste Treffer ließ allerdings eine ganze Weile auf sich warten. Maike ließ die Zuschauer zappeln, sie hatte einige hundertprozentige Chancen, bis es nach einem Traumpass von Illi in der 72. Minute endlich so weit war: Maike musste den Ball nur noch an der überforderten Torhüterin vorbeischieben.

Ganz ohne Aufregung auf unserer Seite sollte das Spiel aber nicht enden. In den letzten zehn Minuten bekam eine Holsatin an der Mittellinie den Ball uns sprintete aufs Tor zu, Lisa und Alix hinterher, Lisa erkämpfte den Ball, zögerte dann aber eine Sekunde zu lang, ob sie ihn der vor Kälte schon bibbernden Lynsche zuspielen sollte, sodass sie in einen Zweikampf im Strafraum verwickelt wurde, bei dem der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied – ohne Zweifel eine völlig überzogene Reaktion. Dennoch sei dem NDTSV der schön ausgeführte Elfmeter und damit vermutlich das erste Tor dieser noch jungen Mannschaft gegönnt. Lisa geriet später auf der Bank verbal noch einmal mit dem Schiri aneinander und kassierte so im Sitzen Gelb, aber Maike betonte in der 89. Minute mit dem 10:1 noch einmal unsere Überlegenheit.

Natürlich lassen sich die ersten beiden Spiele der Saison kaum miteinander vergleichen. So ist es ein Glück, dass wir vor wenigen Wochen bereits im Freundschaftsspiel auf den NDTSV getroffen sind. Hier lässt sich im direkten Vergleich nicht nur in Bezug auf das Ergebnis, sondern auch bei unserem Spielverhalten eine deutliche Verbesserung feststellen, die hoffnungsfroh stimmt.

Nach vier Wochen Spielpause treffen wir als nächstes am 25.10.2020 um 13 Uhr auswärts auf den TSV Klausdorf.

Missglückter Start

Am Sonntag trafen wir zum langersehnten Start in die neue Saison zu Hause auf den PTSK. Vielleicht waren wir doch etwas zu aufgeregt, für viele war es ja das erste Punktspiel überhaupt, jedenfalls lief eigentlich nichts so wie geplant. Laras Schuhe, die bereits beim Aufwärmen auseinanderfielen, könnten hier als schlechtes Omen gewertet werden.

Aufstellung:

Tor: Lynsche

Abwehr: Theresa, Alix, Maryam

Mittelfeld: Krissi, Lisa, Ilka, Michi, Celina

Sturm: Güli, Jule

Bank: Dana, Mimi, Lara, Meri, Merve

Eigentlich würde man über dieses Spiel am liebsten einen Mantel aus Schweigen decken. Wir kamen von Anfang an nicht richtig ins Spiel und ließen den Gegnerinnen viel zu viel Freiraum. Schon in den ersten Minuten mussten Alix oder Theresa teils in letzter Sekunde den Ball weggrätschen, um die gegnerische Stürmerin am Torschuss zu hindern. In der 17. Minute war es dann so weit. Wieder marschierte eine Spielerin ungehindert durch die Mitte durch, Theresa verschätzte sich dieses Mal im Anlaufen und außer ihr war niemand mehr da, sodass die Gegenspielerin ungehindert Maß nehmen konnte und Lynsche chancenlos war.

Nach diesem Schock fingen wir uns ein wenig, konnten aber nicht genug Druck nach vorne aufbauen und ließen bald auch wieder die alten Fehler zu. Nach der Halbzeit wurde es leider nicht besser. Wir können von Glück reden, dass der PTSK offenbar nicht allzu talentiert im Torschuss ist, sonst hätten wir in Kürze alt ausgesehen. So konnte Ilka in der 59. Minute immerhin noch ausgleichen. Leider war das kein Zeichen der Umkehr, sondern eher ein letztes Aufbäumen. Bereits zwei Minuten später kassierten wir das 1:2 und wiederum eine Minute darauf das 1:3. Immer wieder waren wir zu spät am Ball. Wir bewegten uns zu wenig oder zu spät. Boten uns nicht genug an, redeten zu wenig, rückten nicht richtig auf, liefen herum wie schlecht gemachtes Falschgeld und konnten irgendwie nicht umsetzen, wozu der Trainer uns ermahnte.

Das muss in den nächsten Spielen anders werden und es wird in den nächsten Spielen anders werden. Wir sind eine junge, talentierte Mannschaft, aber jede einzelne von uns muss noch in ihre Position hineinwachsen. Wenn wir weiter eifrig trainieren und viel miteinander sprechen, gibt es nichts zu befürchten. Trotz dieser Niederlage freuen wir uns auf den nächsten Sonntag, an dem es wieder auf dem Cometer gegen den NDTSV Holsatia gehen wird.

Erstes Heimspiel der Frauen

06.09.2020 SVE Comet Kiel vs. NDTSV Holsatia (Freundschaftsspiel)

Letzten Sonntag traten wir zum ersten Heimspiel der Saison auf dem Cometplatz gegen die neu formierte Mannschaft des Nachbarvereins NDTSV Holsatia an.

Aufstellung:

Tor: Tatjana (1. HZ, dann Lynsche)

Abwehr: Michelle, Klinge, Theresa

Mittelfeld: Krissi, Gülli, Michi, Celina, Ilka

Sturm: Jule, Merve

Bank: Meri, Maryam, Franzi, Dana, Lara

In der Abwehr mussten wir wieder ein wenig improvisieren. Wir spielten mit einer Dreierkette mit Klinge in der Innenverteidigung. Das hatte es bisher auch noch nicht gegeben. Michelle musste wieder auf der rechten Seite nach dem Rechten sehen und Theresa spielte wie gewohnt links.

Unterstützung bekamen wir von Krissi auf der Sechs. Dass es in dieser Neuformation noch ein paar Unstimmigkeiten geben könnte war klar, zumal Michelle und Celina (auf der rechten Außenbahn) ja auch noch keine Gelegenheit gehabt hatten, sich richtig einzuspielen. Bei der so zahlreich besetzten Bank und dem verhältnismäßig schwachen Gegner sollte Auswechseln und Ausprobieren die Devise des Tages sein. Jede Spielerin bekam ihren Einsatz.

Wie erwartet waren wir den Gegnern weit überlegen. Michi läutete mit ihrem 1:0 den Torreigen ein. Woman of the Match war jedoch Jule, die sich gleich dreimal bediente und das einzige Tor der zweiten Halbzeit schoss. Auch Merve konnte einnetzen, verletzte sich allerdings wenig später am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Für die nächsten Wochen wird sie leider ausfallen. Wir wünschen gute Besserung! Ganz besonders freuen wir uns natürlich über Franzis erstes Tor! Herzlichen Glückwunsch!

Das Ergebnis von 6:0 klingt allerdings etwas berauschender als es das Spiel tatsächlich war. Zwar wurde der NDTSV nie wirklich ernsthaft gefährlich und insbesondere Lynsche langweilte sich streckenweise doch sehr, allerdings konnten die Spielerinnen aus Neumühlen-Dietrichsdorf unsere Abwehr insgesamt zu oft überwinden und wir gerieten immer wieder mal ins Schwimmen. Zu oft befanden wir uns, dadurch dass das Mittelfeld nicht rechtzeitig mitzurückrückte, hinten in einer Unterzahlsituation, was gegen stärkere Spielerinnen vermutlich tödlich gewesen wäre. Auch die Absprache klappte hinten nur bedingt. Teilweise müssen wir im Mittelfeld dringend an unserem Zweikampfverhalten arbeiten und unsere Zaghaftigkeit verlieren. Nur Güli kann man das wohl wirklich nicht vorwerfen. Ihre gelbe Karte bekam sie allerdings fürs Ballwegschießen.

Trotz des eindeutigen Ergebnisses können wir aus diesem Testspiel viele Lehren für die neue Saison mitnehmen und sehen, wo wir noch weiter an uns arbeiten müssen. Am Sonntag folgt das zweite Heimspiel gegen TUS Tensfeld.